Mit DebugView können Sie die von Ihrer App auf Entwicklungsgeräten erfassten Rohdaten von Ereignissen nahezu in Echtzeit sehen. Das ist für Validierungszwecke während der Instrumentierungsphase der Entwicklung sehr nützlich. So können Sie Fehler in Ihrer Analytics Implementierung finden und bestätigen, dass alle Ereignisse und Nutzereigenschaften korrekt erfasst werden.
Debug-Modus aktivieren
Im Allgemeinen werden die von Ihrer App erfassten Ereignisse über einen Zeitraum von etwa einer Stunde zusammengefasst und gemeinsam hochgeladen. So wird der Akku der Geräte von Endnutzern geschont und die Datennutzung im Netzwerk reduziert. Wenn Sie jedoch Ihre Analytics Implementierung validieren und Ihre Analytics im DebugView-Bericht sehen möchten, können Sie den Debug-Modus auf Ihrem Entwicklungsgerät aktivieren, um Ereignisse mit minimaler Verzögerung hochzuladen.
iOS+
Wenn Sie den Analytics Debug-Modus auf Ihrem Entwicklungsgerät aktivieren möchten, geben Sie das folgende Befehlszeilenargument in Xcode an:
-FIRDebugEnabled
Der Debug-Modus ist aktiv, bis Sie ihn ausdrücklich deaktivieren, indem Sie das folgende Befehlszeilenargument angeben:
-FIRDebugDisabled
Sie können diese Argumente hinzufügen, indem Sie das Schema Ihres Projekts bearbeiten und einen neuen Eintrag zu „Arguments Passed On Launch“ hinzufügen.
Android
Wenn Sie den Analytics Debug-Modus auf einem Android-Gerät aktivieren möchten, führen Sie die folgenden Befehle aus:
adb shell setprop debug.firebase.analytics.app PACKAGE_NAME
Der Debug-Modus ist aktiv, bis Sie ihn ausdrücklich deaktivieren, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
adb shell setprop debug.firebase.analytics.app .none.
Web
Wenn Sie den Debug-Modus für Analytics im Browser aktivieren möchten, müssen Sie die Chrome-Erweiterung „Google Analytics Debugger“ installieren.
Aktivieren Sie die Erweiterung anschließend und aktualisieren Sie die Seite. Jetzt werden durch die Erweiterung Ereignisse in Ihrer App im Debug-Modus erfasst.
Sie können sich in DebugView erfasste Ereignisse in der Firebase Console ansehen.
Berichte zu Ereignisdaten
Achten Sie darauf, dass Sie den Debug-Modus auf Ihren Entwicklungsgeräten wie im vorherigen Abschnitt dieser Anleitung beschrieben aktiviert haben.
Rufen Sie in der Firebase Console Analytics > DebugView auf.
Interagieren Sie mit Ihrer App, um die Ereignisse Ihrer App im DebugView-Bericht in der Firebase Console zu sehen.

Im Sekundenstream (mittlere Spalte) sehen Sie die Ereignisse, die in den letzten 60 Sekunden protokolliert wurden. Der Minutenstream (linke Spalte) enthält die Ereignisse der letzten 30 Minuten. In der rechten Spalte sehen Sie die im Zeitraum von 30 Minuten erfassten wichtigsten Ereignisse und die aktuellen Nutzereigenschaften für das derzeit ausgewählte Entwicklungsgerät.
Sekundenstream
Standardmäßig sehen Sie eine Liste von Ereignissen, die in den letzten 60 Sekunden protokolliert wurden. Zu jedem Ereignis wird ein Zeitstempel angezeigt, der dem Protokollierungszeitpunkt auf dem Entwicklungsgerät entspricht. Wenn Sie auf ein Ereignis klicken, wird eine Liste der Parameter eingeblendet, die mit diesem Ereignis verknüpft waren.
Wenn sich die Werte für Nutzereigenschaften während der App-Nutzung ändern, sehen Sie einen Eintrag für diese Änderung.
Minutenstream
In diesem Stream sehen Sie mehrere Kreise, von denen jeder einer Minute des letzten 30-Minuten-Zeitraums entspricht. Die Zahl in einem Kreis gibt an, wie viele Ereignisse in dieser Minute erfasst wurden. Wenn Sie auf einen dieser Kreise klicken, wird der Sekundenstream mit Ereignissen gefüllt, die während dieser Minute protokolliert wurden. So können Sie sämtliche Ereignisse, die in den letzten 30 Minuten erfasst wurden, detailliert untersuchen.
Wichtigste Ereignisse und Aktuelle Nutzereigenschaften
Die Tabelle „Wichtigste Ereignisse“ enthält die bedeutendsten Vorkommnisse, die im letzten 30-Minuten-Zeitraum erfasst wurden. In der Tabelle „Aktuelle Nutzereigenschaften“ sehen Sie den letzten Status der Gruppe von Nutzereigenschaften für das derzeit ausgewählte Entwicklungsgerät.
Geräteauswahl
Der Debug-Modus kann auf vielen verschiedenen Entwicklungsgeräten aktiviert sein. Über die Geräteauswahl können Sie das Gerät festlegen, auf das sich der DebugView-Bericht beziehen soll. Mehrere Entwickler sind so in der Lage, sich auf ihre eigenen Instrumentierungs- und Validierungsaufgaben zu konzentrieren, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen.